NDAS Test - die schnelle und günstige Netzwerkfestplatte NetDisk von IOCell

15. Juli 2012, 16:40

NDAS IOCell NetDiskWer die ganzen Features eines NAS Systems nicht benötigt, sondern nur seine Festplatte immer erreichbar ans Netzwerk anschließen möchte, ist mit einem NDAS System  gut beraten.

Geschwindigkeit

Das NDAS schafft eine Geschwindigkeit von bis zu 60 MB/s laut Hersteller.

Ich erreiche auf meinem Desktop 50 MB/s bei größeren Dateien. Beim Kopieren des Windows Ordners bekomme ich noch ca. 30 MB/s was normal ist (eine OCZ SSD 60 GB erreicht z.B. beim Kopieren größerer Dateien (500MB) noch eine Geschwindigkeit von 40 MB/s beim Kopieren des Windows Ordners, währen diese SSD größere Dateien mit bis zu 200 MB/s verschlingt). Auf meinem Laptop sind die Werte insgesamt etwas geringer. Wobei hier das Kopieren des Windows Ordners mit 5 MB/s die Festplatte limitiert. 

In der Praxis reicht das vollkommen. Wenn man die ganze Festplatte sichert empfiehlt es sich aber schon das NDAS an den eSata Port zu hängen. Ansonsten dürfte man höhere Geschwindigkeiten selten wirklich brauchen.

Die Geschwindigkeit bricht bis zu einem Drittel ein, wenn das NDAS auf mehreren Geräten gemountet ist. Auch wenn nur ein Gerät darauf zugreift. Darüber unten mehr.

Verwendung

Das NDAS eignet sich für Home Anwendungen und kleine Büros.

Es können x-beliebig viele PCs, Tablets oder Laptops angeschlossen werden. Wobei das Betriebssystem passen muss. Volle Unterstützung hat dabei Windows, während MAC OS und Linux nur eingeschränkt Unterstützung bekommen. Das NDAS funktioniert über Treiber die zum OS passen müssen. Es nutzt nicht den TCP/IP-Standard, sondern ein von Ximeta entwickeltes Protokoll.

Wegen den Einbußen wenn das NDAS auf mehreren Geräten gemountet ist, kann man sagen, dass dieses NDAS momentan noch vor allem für diejenigen in Frage kommt, die selten mehreren Benutzer gleichzeitig Zugriff gewähren müssen.

Die paar Probleme

Multiwrite

Das NDAS zickt ein wenig wenn es auf mehreren Geräten gemountet ist. Unter MAC funktioniert der Read & Write Modus prinzipiell nicht. Laut Erfahrungsberichten funktioniert der MAC Treiber momentan aber auch gar nicht. Das heißt dass das NDAS derzeit unter MAC OS gar nicht verwendet werden kann.

Unter Windows bekommt immer das Gerät eine bessere Performance zugewiesen, das  die Platte zuerst gemountet hat. Das heißt Geräte die später das NDAS mounten, haben prinzipiell eine Geschwindigkeitseinbuße von bis zu einem Drittel. Beim Ordnerwechsel kommt es immer zu kurzen etwas nervtötenden Verzögerungen.

Beachten muss man aber den Warnhinweis:

Warning: DO NOT perform disk operations (format, partition, defrag, chkdsk or RAID
creation) when multiple PCs have the NDAS device mounted.

Hibernate/Suspend/Ruhezustand/Energiesparen - Problem und Lösung

Das NDAS unterstützt den Sleep Modus (Energie sparen) und den  Ruhezustand nicht. Standardmäßig wird dies deshalb vom NDAS Manager blockiert. Geht ein Gerät in den Ruhezustand und ein anderes Gerät verändert Daten auf der Festplatte, dann kommt es zum Datenverlust, sobald das erste Gerät wieder aus dem Ruhezustand erwacht.

Man kann "Suspend/Ruhezustand erlauben" einstellen, wenn das NDAS so wie so nur von einem Gerät benutzt wird (was natürlich nicht Sinn und Zweck einer Netzwerkfestplatte ist).

Da für mich der Ruhezustand (besser gesagt der Sleep Mode (Energie sparen)) besonders wichtig ist, habe ich eine Möglichkeit aufgetan den Ruhezustand dennoch zu nutzen. Das erledige ich mit einigen Batch Dateien. Wie das genau funktioniert erkläre ich im nächsten Artikel.

Temperatur

Ja die Temperaturen gehen im Vergleich zu anderen externen Gehäusen ein bisschen stärker nach oben. Deshalb lasse ich den Deckel weg und lege die Platte hin. Das ist wahrscheinlich so wie so besser als wenn sie ständig steht.

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Veröffentlicht 15. Juli 2012, 16:40